DLRG-Jugend - DLRG-Jugend Rheinhessen

Bezirks-Jugendordnung

Präambel

1Diese Jugendordnung ist gemäß § 4 der Satzung des DLRG Bezirks Rheinhessen e.V. bestimmend für die Jugendarbeit in der DLRG Bezirk-Rheinhessen.

2Basierend auf Artikel 3 des Grundgesetztes schließen die Funktionsbezeichnungen in dieser Satzung weibliche und männliche Mitglieder gleichermaßen ein und sind einfachheitshalber in der männlichen Form geschrieben.

1. Abschnitt: Grundlagen und Struktur

§1 Name und Mitgliedschaft

1Die Jugend der DLRG Bezirk Rheinhessen (im folgenden kurz Bezirksjugend genannt) bilden die Mitglieder der Ortsgruppen in der DLRG Bezirk Rheinhessen (im folgenden kurz Bezirk) bis einschließlich 26 Jahren und die von ihnen, unabhängig von deren Alter, gewählten Vertreter.

§2 Ziele und Inhalte

1Ziele und Inhalte der Jugendarbeit werden vom „Leitbild der DLRG-Jugend“, welches vom Bundesjugendtag am 29. Mai 1992 beschlossen wurde, bestimmt und von der Satzung des Bezirks und der Satzung und Jugendordnung der übergeordneten Gliederungen beeinflußt.

§3 Selbstständigkeit

1Die Bezirksjugend arbeitet selbstständig und eigenverantwortlich, auch hinsichtlich ihrer finanziellen Mittel.

§4 Wahlrecht

(1)   1Alle Mitglieder der Bezirksjugend mit einem Mindestalter von 12 Jahren haben das Recht zu wählen. 2Das Recht gewählt zu werden, beginnt mit 16 Jahren.

(2)   1Jedes Mitglied hat vorbehaltlich des § 7 Absatz 3 nur eine Stimme. 2Stimmübertragung ist unzulässig. 3Bei Wahlen im Rahmen des Bezirksjugendtages haben die entlasteten Mitglieder des Bezirksjugendausschusses in dieser Funktion kein Stimmrecht; nur die bereits gewählten Mitglieder des neuen Jugendausschusses können ihr Stimmrecht ausüben.

(3)   1Wer für den Bezirk haupt- oder nebenamtlich gegen Entgelt tätig ist, kann nicht in ein Organ der Bezirksjugend gewählt werden. 2Darüberhinaus kann er weder für die Jugend einer Ortsgruppe noch für die Bezirksjugend als Delegierter gewählt werden.

2. Abschnitt: Organe und Gremien der Bezirksjugend

§5 Organe

1Organe der Bezirksjugend sind:

-         der Bezirksjugendtag,

-         der Bezirksjugendrat

-         der Bezirksjugendvorstand

§6 Bezirksjugendtag

(1)   1Der Bezirksjugendtag ist als oberstes Organ die Vertretung der Mitglieder der Bezirksjugend. 2Er tagt grundsätzlich öffentlich. 3Er setzt sich zusammen aus den Delegierten der Ortsgruppenjugend und den Mitgliedern des Bezirksjugendrats. 4Der Bezirksjugendtag ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Drittel seiner Mitglieder anwesend sind.

(2)   1Der Bezirksjugendtag gibt die Richtlinien für die Tätigkeit und behandelt grundsätzliche Fragen und Angelegenheiten der Bezirksjugend. 2Er nimmt die Berichte der übrigen Organe und der Revisoren entgegen und ist zuständig für:

a)     Wahlen:

§       Wahlen des Jugendvorstandes,

§       Von zwei Kassenprüfern und einem Stellvertreter (Revisoren im Sinne der Wirtschaftsordnung der DLRG),

§       Der Delegierten, die die Bezirksjugend bei allen ordentlichen und außerordentlichen Landesjugendtagen bis zum nächsten Bezirksjugendtag vertreten,

b)     Entlastung des Bezirksjugendvorstands bzw. einzelner Vorstandsmitglieder,

c)     Genehmigung des Wirtschaftsplanes,

d)     Beschlussfassung über ihm vorliegende Anträge,

e)     Änderungen dieser Jugendordnung gemäß § 13

(3)   1Die Zahl der Delegierten der Ortsgruppen errechnet sich aus der Zahl der jugendlichen Mitglieder der Ortsgruppe bis zu einem Alter von einschließlich 26 Jahren. 2Jede Ortsgruppe entsendet je 75 Mitglieder einen Delegierten, falls sie ihre Beitragszahlungen für das vorausgegangene Geschäftsjahr geleistet hat. 3Maßgebend für die Berechnung der Delegierten ist der dem Bezirk gemeldete Mitgliederstand am 31. Dezember des Jahres, das vor dem Jahr endet, in dem der Bezirksjugendtag stattfindet. 4Ortsgruppen, die keine Meldung an den Bezirk erstattet haben, können Delegierte nur dann entsenden, wenn sie dem Bezirksjugendvorstand bis zum Versammlungstag ihren Mitgliederstand nachweisen.

(4)   1Der Bezirksjugendtag findet alle 3 Jahre statt. 2Ein außerordentlicher Bezirksjugendtag ist binnen 4 Wochen einzuberufen, wenn der Bezirksjugendvorstand dies beschließt oder zumindest ein Drittel der Jugendvorsitzenden der Ortsgruppen des Bezirks dies begründet verlangen.

§7 Bezirksjugendrat

(1)   1Der Bezirksjugendrat ist zwischen den Bezirksjugendtagen das höchste Beschlußorgan der Bezirksjugend und übernimmt die Aufgaben des Bezirksjugendtages mit Ausnahme von Wahlen und Änderungen der Bezirksjugendordnung. 2Er ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Drittel seiner Mitglieder anwesend sind. Der Bezirksjugendrat tagt grundsätzlich öffentlich.

(2)   1Er besteht aus den Jugendvorsitzenden der Ortsgruppen und den Mitgliedern des Bezirksjugendvorstandes. 2Sollte der Jugendvorsitzende der Ortsgruppe verhindert sein, darf ein Beauftragter des Ortsgruppenjugendvorstandes entsandt werden. 3Falls der Jugendvorsitzende der Ortsgruppe dem Bezirksjugendvorstand angehört, tritt an seine Stelle ein anderer Vertreter des Ortsgruppenjugendvorstandes.

§8 Bezirksjugendvorstand

(1)   1Der Bezirksjugendvorstand führt die laufenden Geschäfte der Bezirksjugend im Rahmen dieser Jugendordnung und der Beschlüsse der Organe. 2Er ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.

(2)   1Der Bezirksjugendvorstand besteht aus

a)     dem Bezirksjugendvorsitzenden

b)     dem stellvertretenden Bezirksjugendvorsitzenden

c)     dem Schatzmeister der Jugend

d)     dem Ressortleiter Schwimmen, Retten und Sport (SRuS)

e)     bis zu fünf weiteren Mitgliedern

(3)   1Die Ämter der Positionen a) bis c) des Absatzes 2 dürfen nicht in Personalunion besetzt sein.

(4)   1Die Mitglieder des Jugendvorstandes werden für den Zeitraum bis zum nächsten Bezirksjugendtag, auf dem Neuwahlen anstehen, gewählt. 2Ihre Amtszeit endet mit der Feststellung des Ergebnisses der jeweiligen Neuwahl.

(5)   1Die Mitglieder des Jugendvorstandes führen ihre Ämter nach einem Geschäftsverteilungsplan, den sich der Jugendvorstand gibt.

(6)   1Der Jugendvorstand nimmt im Bezirk sinngemäß die sich aus dem „Leitbild der DLRG-Jugend“ und der Ressortgliederung der Landesjugendordnung ergebenden Aufgaben war. 2Dazu können im Geschäftsverteilungsplan weitere Ämter bzw. Ressorts gebildet werden, deren Bearbeitung den Mitgliedern nach Buchstabe e) übertragen wird.

 

§9 Ausschüsse

1Ausschüsse können durch Beschluß eines Organs für bestimmte Aufgabengebiete gebildet werden. 2Sie berichten an das beauftragende Organ und empfehlen diesem ggf. aufgrund ihrer Ergebnisse die weitere Vorgehensweise.

 

3. Abschnitt: Allgemeine Vorschriften

§10 Verhältnis zwischen Bezirksjugend und der Jugend der Ortsgruppen

(1)   1Die Jugendordnungen der Ortsgruppen müssen im Einklang mit der Bezirksjugendordnung stehen. 2Änderungen der Jugendordnungen der Ortsgruppen sind dem Bezirksjugendvorstand unaufgefordert vor der Beschlussfassung vorzulegen.

(2)   1Zu allen Ortsgruppenjugendtagen wird der Bezirksjugendvorstand fristgerecht eingeladen. 2Eine Ausfertigung der Niederschrift der Ortsgruppenjugendtage ist dem Bezirksjugendvorstand binnen zwei Monaten zuzuleiten. 3Bezirksjugendvorstandsmitglieder haben das Recht, an den Sitzungen der Jugendorgane der Ortsgruppen teilzunehmen und dort das Wort zu ergreifen.

§11 Ordnungsbestimmungen

(1)   1Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(2)   1Es gilt die Geschäftsordnung der Landesjugend Rheinland-Pfalz, soweit diese Bezirksjugendordnung und die Satzung des Bezirks nicht anderes vorschreibt.

(3)   1Die Einladung zu Tagungen der Organe ist spätestens einen Monat vorher unter Mitteilung der Tagesordnung den Mitgliedern des Organs und dem Bezirksleiter schriftlich bekanntzugeben. 3Zu einer außerordentlichen Tagung muss mindestens drei Wochen vorher eingeladen werden. 4Einladungen zu Bezirksjugendtagen sind darüber hinaus dem Landesjugendvorstand fristgerecht zuzuleiten.

(4)   1Anträge zu den Tagungen der Organe müssen spätestens eine Woche vorher schriftlich dem Jugendvorstand vorliegen. 2Über Anträge, die später eingehen oder erst in der Tagung gestellt werden (Dringlichkeitsanträge), kann beschlossen werden, wenn zwei Drittel der anwesenden Stimmberechtigten die Behandlung zulassen.

(5)   1Ist ein Organ nicht beschlußfähig, findet innerhalb eines Monats eine außerordentliche Sitzung des Organs statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlußfähig ist. 1Dies gilt nicht für Sitzungen des Bezirksjugendvorstandes.

(6)   1Beschlüsse der Organe werden, sofern nicht diese Jugendordnung etwas anderes vorsieht, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. 2Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.3 Bei der Mehrheitsfindung werden ungültige Stimmen und Stimmenthaltungen nicht mitgerechnet.

(7)   1Abstimmungen erfolgen offen, sofern diese Jugendordnung nichts anderes bestimmt. 2Einem Antrag auf geheime Abstimmung muß entsprochen werden.

(8)   1Den Vorsitz bei Tagungen der Organe führt der Bezirksjugendvorsitzende oder sein Stellvertreter. 2Im Verhinderungsfalle bestimmt das Organ einen Versammlungsleiter aus seinen Reihen.

(9)   1Abstimmungen führt grundsätzlich der Versammlungsleiter durch.

(10)          1Über den Inhalt jeder Sitzung eines Organs wird eine Niederschrift gefertigt, vom Sitzungsleiter und dem Protokollführer unterzeichnet und den Mitgliedern des Organs sowie dem Bezirksleiter binnen zwei Monaten zur Kenntnis gebracht. 2Niederschriften über Bezirksjugendtage sind darüber hinaus zusätzlich dem Landesjugendvorstand vorzulegen.

§12 Wahlen

(1)   1Gewählt wird grundsätzlich offen, es sei denn, geheime Wahl wird beantragt. 2Kandidiert mehr als eine Person für ein Amt, so ist geheim zu wählen.

(2)   1Bei Wahlen wird stets ein Wahlausschuß, bestehend aus drei Personen gebildet, der den gesamten Wahlvorgang leitet.

(3) 1Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen auf sich vereinigt. 2Erreicht in einem Wahlgang kein Kandidat die erforderliche Mehrheit nach Satz 1, wird ein weiterer Wahlgang notwendig, der analog zum vorhergehenden durchzuführen ist. 3An diesem Wahlgang nehmen nur die Kandidaten teil, die in absteigender Reihenfolge der im vorangegangenen Wahlgang erhaltenen Stimmen zusammen die erforderliche Mehrheit nach Satz1 erreicht haben. 4Ergibt sich danach Kandidatenidentität gegenüber dem vorhergehenden Wahlgang, reicht in diesem Wahlgang die einfache Mehrheit.

 

4. Abschnitt: Schlussbestimmungen

§13 Änderungen der Bezirksjugendordnung

(1)   1Änderungen der Bezirksjugendordnung können nur vom Bezirksjugendtag beschlossen werden. 2Zu einem Beschluß über eine Änderung ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.

(2)   1Die beantragte Änderung der Jugendordnung muß im Wortlaut und mit schriftlicher Begründung mit der Einladung zum Bezirksjugendtag bekanntgegeben werden.

(3)   1Die beantragte Änderung der Jugendordnung muß vor der Beschlußfassung der Landesjugend vorgelegt werden. 2Sie bedarf der Zustimmung der Bezirkstagung.

 

§14 Inkrafttreten

1Diese Jugendordnung ist am 19. Februar 1995 auf dem Bezirksjugendtag in Oppenheim beschlossen, von der Bezirkstagung am 11. März 1995 genehmigt worden und mit der Genehmigung in Kraft getreten. 2Sie wurde zuletzt geändert durch den Bezirksjugendtag am 08. März 1998. 3Die Änderung tritt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bezirkstagung und der Zustimmung des Landesjugendvorstandes mit der Beschlussfassung in Kraft.

 

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zuletzt geändert am 20.01.2010 um 09:33 Uhr
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